Attat Hospital in Äthiopien
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Foto: © MMs Attat

Aktivitäten im Jahr 2017

Der Neubau des Kreissaals, Sterilisationszentrale und des Operationstrakt ist erfolgreich abgeschlossen. Wir genießen den Platz und die Ruhe zum Arbeiten. Die erste Hälfte des Stationstrakts wird gerade umgebaut. Der frühere Kreissaal und Operationssaal werden für den Übergang als Station genutzt. Alle Umbauarbeiten sind so gut wie abgeschlossen. Wir genießen den Platz und die Ruhe beim Arbeiten.

Im Jahr 2017 kamen 89.823 Personen in die Krankenhausambulanz, dies ergibt in unserer 5-Tage-Woche einen Tagesdurchschnitt von 358 Personen. Die häufigsten Diagnosen in der Ambulanz waren Infektionen aller Art, Probleme des Verdauungstraktes sowie Blasen- und Nierenbeschwerden. Malaria lag dieses Jahr nur an 9. Stelle.

8.979 Patienten wurden stationär behandelt. Die Belegungsrate betrug 100 Prozent. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt drei Tage. Der Hauptgrund zur Aufnahme sind Probleme im Rahmen von Schwangerschaft und Geburt, gefolgt von Infektionserkrankungen aller Art mit Malaria an 7. Stelle. Die Hauptursache bei den stationären Patienten waren Lungenentzündung, Neugeboreneninfektionen und Kreislaufkrankheiten, vor allem Schlaganfall.

In unserem einfachen Operationssaal konnten 1.970 große Operationen und 6.883 kleinere Eingriffe durchgeführt werden. Die häufigste Operation ist Kaiserschnitt (801) gefolgt von Entfernungen der Gebärmutter (341). Bei den kleinen Eingriffen steht das Ziehen kranker Zähne mit einem Drittel der Fälle an erster Stelle.

Es fanden 3.693 Geburten statt, davon waren 34 Prozent komplizierte Geburten, die fachliche Assistenz benötigten. Im Haus für Risikoschwangere stieg die Aufnahmerate auf 615 Frauen. 40 Prozent dieser Frauen brauchten einen Kaiserschnitt. Bei den Nicht-Risiko-Schwangeren lag die Sectio-Rate bei 17 Prozent.

Es wurden 15.085 HIV-Tests durchgeführt. Die Positivrate ist auf unter 0,5 Prozent gerutscht, was vor allem der konsequenten Therapie zu verdanken ist. 428 erwachsene AIDS-Patienten und 32 AIDS-kranke Kinder erhalten Anti-Retroviral Therapie (ART) in unserem Sonderprogramm.

Im Zentrum für fehlernährte Kinder wurden 36 Kinder mit einer Begleitperson aufgenommen und nach Besserung des Ernährungszustandes in den Dörfern nachbetreut.

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