Attat Hospital in Äthiopien
Power der Nächstenliebe
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»Was sind die kleinen Probleme,
wenn man die ganz großen gesehen hat...« 
Afrika ist nur ein Herzschlag weit weg

In der unzugänglichen, bergigen Gurage-Zone - die südlichste und eine der ärmsten Regionen Äthiopiens - betreibt die katholische Ordensgemeinschaft Missionsärztliche Schwestern (Medical Mission Sisters) seit 40 Jahren mit dem Attat-Hospital Medizin pur, um Not und Leid der Bevölkerung zu lindern. Unterhalt und Einrichtung werden überwiegend durch Spenden finanziert.

Das katholische Entwicklungshilfswerk MISEREOR unterstützt seit Jahren das Hospital und bekommt jetzt mediale Aufmerksamkeit aus Luxemburg: RTL RADIO ist kein Missionssender, aber die Spots, die derzeit über die Antenne laufen, gehen unter die Haut: Helfen Sie mit. Retten Sie Menschenleben. Es ist die erste größere Charity-Aktion, die der Musiksender mit seinen Hörern für gezielte Hilfsmaßnahmen - hier zur Existenzsicherung des Krankenhauses - veranstaltet. Und das mal nicht in der Adventszeit, sondern mitten in der Krise. Denn Äthiopien gehört zu den Ländern, die am härtesten von der Wirtschaftskrise betroffen sind. Kein soziales Netzwerk fängt die Bedürftigkeit der Menschen auf.



Mit rund einhundert Betten und einer eigenen Entbindungsstation ist das Krankenhaus für die gesundheitliche Versorgung von zirka einer Million Menschen verantwortlich. Für viele von ihnen die letzte Hoffnung. Ein vom Krankenhaus organisiertes, spezielles Basisgesundheitsprogramm dient der Aufklärung und Vorsorge. Dazu gehört auch der Bau von Brunnen für frisches und sauberes Wasser.

Die Gynäkologin Dr. Rita Schiffer leitet das Hospital. Oft sind ihre Patienten mehrere Tage zu Fuß unterwegs, hochschwangere Frauen werden kilometerweit getragen, um in der Obhut der Schwestern ihr Kind auf die Welt
zu bringen. 

Um die Hörer von der Wichtigkeit der Spenden-Kampagne zu überzeugen, und ihnen zu versichern was mit dem Geld geschieht, hat RTL RADIO seine dienstälteste Moderatorin nach Äthiopien geschickt. Für Julia Siegel war die bisher nur aus dem Fernsehen gekannte Berührung mit der dritten Welt eine Grenzerfahrung, die sie nicht einfach so los lässt. Armut und Elend hautnah zu erleben, zu spüren, zu riechen, gehört normalerweise nicht zu ihrem Job hinterm Mikrofon. Aber sie hat auch eine andere Art von Lebensfreude und Herzlichkeit kennengelernt, wo die materiellen Werte die ideellen nicht überbetonen. Und der leise, stille und klaglose Dienst der Schwestern am Nächsten hat sie stark beeindruckt. In kleinen Reports, mit denen sie die Hörer in ihrer Sendung über die Arbeit im Attat-Hospital informiert, fehlen ihr manchmal die Worte und sie möchte vielleicht einfach nur wie Mutter Theresa zwei Sätze sagen: Reden wir nicht lange. Helfen wir.

Anita Pospieschil
Aus RADIOJournal 4/2009

Die Spendenaktion von RTL Radio Luxemburg mit MISEREOR lief von April bis Ende Juni 2009. Fotos: © RTL RADIO (Julia Siegel)

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